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Digitalisierung im lokalen Einzelhandel und das Stadtmarketing

Wird es nach dem 10. Januar 2021 wieder so werden wie vorher?
stadtmarketing

Wir lieben es in unserer Freizeit durch die Innenstädte zu bummeln. Sich was Schönes leisten, einen Kaffee trinken, sich mit Freunden treffen auf einen Plausch oder anderes mehr. Einfach nur Freizeit genießen und für kurze Zeit den Alltag vergessen. Offline Shoppen hat einen sehr hohen Freizeit- und Erholungswert. Man sieht etwas anderes, man entspannt und gewinnt neue Eindrücke.

In diesem Jahr 2020 war uns das die meiste Zeit vergönnt. Und aktuell haben wir  seit 16. Dezember 2020 wieder einen harten Lockdown. In manchen Bundesländern gilt ab 20 oder 21 Uhr bis morgens 5 Uhr Ausgangssperre. Mit Ausnahme von Supermärkten sind Einzelhändler und Gastronomiebetriebe geschlossen bis mindestens 10 Januar.

Die aktuelle Lage stationärer Einzelhändler

In der Weihnachtszeit werden bis zu 80% des Gesamtjahresumsatzes gemacht. Dieser Umsatz ist den Händlern und Gastronomiebetrieben nun nahezu komplett entgangen. Ein Ende des harten Lockdowns ist nach aktuellen Aussagen der Politiker auch zum 10. Januar 2021 nicht in Sicht. Diese Schließung trifft die Händler bis ins Mark. Zumal bereits während des ersten Lockdown viele Käufer abgewandert sind zu den großen Online-Kaufhäusern.

Die großen Gewinner 2020

Die großen Gewinner im Jahr 2020 waren eindeutig die Online-Händler – die großen Online-Händler wie z.B. Amazon oder Zalando. Vielfach werden aktuell Stimmen laut, dass beispielsweise für Pakete eine Paketsteuer eingeführt werden soll, die den stationären Händlern zu Gute kommen soll. Doch eine solche wäre ein Schritt in die falsche Richtung. Sogar der HDE sagt, dass man die Vertriebswege nicht gegeneinander ausspielen soll.

Wie kann sich der stationäre Einzelhandel behelfen und welche Rolle spielt dabei das Stadtmarketing?

Wir bei PR Agentur PRO berichteten desöfteren über die Digilogierung im Einzelhandel was eine spezielle Form der Digitalisierung darstellt. Einzelne Händler können jetzt nicht plötzlich und von heute auf morgen Online-Shops eröffnen und damit erfolgreich sein. Eine Strategie ist erforderlich. Schließlich muss man sich gegen bereits bestehende Online-Händler durchsetzen. Auch SEO-Aktivitäten werden nicht von heute auf Morgen positive Ergebnisse erzielen – SEO ist immer langfristig.

Lokale Einzelhändler einer Stadt können sich aber zusammenschließen und eine Online-Shopping-Mall errichten. Ziel dabei sollte es sein, das Stadtbild zu erhalten. Also die lokalen Geschäfte sollen weiterhin bestehen bleiben. Diese Online-Shoppingmall sollte mehr darstellen als nur eine verbundmäßige Präsentation von unterschiedlichen Shops. Städte können mehr. Städte haben persönlichen Kontakt und persönliche Kontakte zu ihren Besuchern. Genauso wie für eine Stadt offline geworben wird, kann für eine Stadt online geworben werden.

Eine Plattform für alle Händler einer Stadt

Diese Plattform muss wie gesagt mehr bieten als nur Online-Shops. Sie muss die Möglichkeit bieten, dass Kunden direkt mit den Händlern ins Gespräch kommen können. Händler wiederum können ebenfalls direkt mit Kunden und potentiellen Kunden ins Gespräch kommen. Auf einer solchen Plattform können Gruppen gebildet werden, Forumsdiskussionen über verschiedene Themen und vieles mehr.

Händler teilen sich die Werbekosten u.a.

Die Werbekosten verteilen sich dabei auf viele und nicht nur auf einen einzigen. In der Gemeinschaft können lokale Einzelhändler viel erreichen. Auch die Aufgaben, die auf einer solchen Plattform zu erledigen sind, sind auf verschiedene Köpfe zum Nutzen von allen.

Das Stadtmarketing – das Stadtbild soll erhalten bleiben

Es müsste generell auch im Sinne des Stadtmarketing sein, wenn die Händler aktiv werden und eine solche Plattform gründen. Die analoge Welt wird durch die digitale Welt sinnvoll ergänzt. Das Stadtbild kann erhalten bleiben.

Alle ziehen an einem Strang

Wenn letzten Endes alle an einem Strang ziehen, lokale Händler, Stadtmarketing dann kann es gelingen, dass man den Online-Riesen trotzen und die lokalen Geschäfte erhalten kann. Arbeitsplätze können ebenfalls erhalten bleiben. Eventuell ändern sich die Aufgaben jedes einzelnen.

 

Karin Schloß

Karin Schloß

Karin Schloß, geboren 1966. Diplom-Betriebswirtin (BA). CEO von Schloss OÜ. Langjährige Erfahrung im Bereich Marketing + PR. Ihr Marketingstudium absolvierte sie bei dm-drogerie markt. Unter anderem war sie im Jahr 2003 im Gründungsteam der bis heute erfolgreichen Messe SightCity Frankfurt für Marketing & PR verantwortlich und hat diese Messe bis 2007 begleitet. Ihre Marketingkonzepte wurden mehrfach ausgezeichnet. Karin Schloß hat nicht nur lange Jahre Erfahrung im Bereich Marketing und PR. Darüber hinaus hat sie in etwa über 20 Jahre Erfahrung im sozialen Bereich: 10 Jahre in der Arbeit bei privaten Bildungsträgern als Ausbilder, Trainer und Coach; 5 Jahre im Öffentlichen Dienst (SGB III und SGB II) und weitere 8 Jahre als Marketing- und Pressereferentin bei einem Hersteller für Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen.

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