Environmental Social Governance (ESG)

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Inhaltsverzeichnis

Environmental Social Governance (ESG) oder zu deutsch “Umwelt, Soziales und Unternehmensführung” steht stellvertretend für den Begriff CSR (=Corporate Social Responsibility). Hierbei geht darum inwieweit Unternehmen freiwillig einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten, welcher deutlich über das gesetzliche Mindestmaß hinausgeht.

Freiwilliges verantwortliches und unternehmerisches Handeln

Letzten Endes geht es um freiwilliges verantwortliches und unternehmerisches Handeln über das gesetzliche Mindestmaß hinaus. Resultat soll mehr Nachhaltigkeit ergeben im Hinblick auf Investitionen, Umgang mit Partnern, Kunden und Mitarbeitern.

Environmental

Environmental steht für:

  • Investitionen in erneuerbare Energien
  • einen verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit Rohstoffen und Energie
  • umweltverträgliche Produktion
  • geringen Schadstoffausstoß

Social

In Zusammenhang mit ESG gehört zum Bereich Social folgendes:

  • die Einhaltung des Arbeitsrechts
  • Setzen von hohen Standards für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • faire Bedingungen am Arbeitsplatz, angemessene Entlohnung und Aus- und Weiterbildungschancen
  • Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit
  • Einbeziehung der Menschenrecht
  • Durchsetzung von Nachhaltigkeitsstandards bei Zulieferern

Governance

Zu Governance gehören

  • offenes Gespräch mit der Unternehmensführung
  • transparente Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption und Bestechung
  • auf höchster Ebene ein Nachhaltigkeitsmanagement etablieren
  • Entlohnung der Vorstände
  • Umgang mit Whistleblowing

Unter ESG wird damit die Nachhaltigkeit auf den Ebenen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung definiert.

Mehr Vertrauen erwecken für potentielle Anleger: ESG als Ausdruck für nachhaltiges Investieren

Nachhaltigkeit wird ein milliardenschwerer Markt für Geldanlagen. Bereits jetzt schon sollen weltweit mehr als 20 Billionen Dollar in solchen Investments stecken. Die Tendenz seit weiterhin steigend.

Anleger möchten heutzutage bevorzugt in nachhaltige Produkte investieren. Sie möchten sicher sein, dass sie mit ihrem Kapitaleinsatz etwas bewegen können. Wenn nun ein Unternehmen dem ESG-Konzept gerecht wird, dann geht man davon aus, dass dies den Bedürfnissen und Interessen der Anleger gerecht wird.

Der ROI hat ausgedient: Es geht jetzt um den SROI

Eine weitere Kennzahl hat sich nun in unseren Alltag eingeschlichen. Der klassische ROI (Return on Investment) hat damit ausgedient. Jetzt geht es um den SROI (Social Return on Investment). Diese Kennzahl soll soziale, ökologische, wirtschaftliche und andere Werte eines Unternehmens zum Ausdruck bringen. Größen die bei dieser Kennzahl eine Rolle spielen sind die generierte Umwelt und die Sozialwerte im Verhältnis zu den investierten Kosten.

Kritik

Wie schon gesagt, haben sich mit ESG eine und dem SROI weitere Kennzahlen und Konzepte mit generell gutem Hintergrund in unser Leben geschlichen. Generell geht es aber nicht darum, diese Konzepte zu formulieren und Kennzahlen zu entwickeln. Diese dienen lediglich als Erklärung für irgendwas. Das Ganze macht nur wirklich Sinn, wenn danach gehandelt und gelebt wird. So wie bei allem, verlangt auch ESG und die entsprechenden Kennzahlen ein Umdenken und ein Umlernen von allen Beteiligten. Mit heißer Luft kann zwar merkwürdigerweise immer noch viel bewegt werden, aber nicht die Umsetzung von wichtigen Themen. Es ist schon in der Vergangenheit nicht gelungen ein digital Leadership zu entwickeln. Bleibt abzuwarten, wie das gelingen wird. Ok, es wird Agenturen und Geldanlageinstitute geben, die Firmen nach ESG raten werden und Anlageempfehlungen aussprechen oder nicht. Letzten Endes ist dies zunächst nur als ein zusätzliches Marketingkriterium für den Verkauf von Geldanlagen in der Zukunft zu sehen. Weiterhin wird es schwer werden ein Unternehmen nach ESG-Kriterien hinreichend zu beurteilen.