Samstag, 22. Januar 2022

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Leitzinssenkung – Inflation

Inhaltsverzeichnis

In den vergangenen Tagen konnte man lesen, dass die amerikanische Notenbank den Leitzins gesenkt hat. Die kanadische Notenbank hat nachgezogen. Als Grund werden Wirtschaftsrisiken wegen des Coronavirus angegeben. Aber das soll jetzt nicht unbedingt unser Thema sein.

Geld könnte eigentlich im Moment sehr billig sein. Aber haben Sie sich schon einmal angeschaut wie viel Zinsen Sie zahlen müssen, wenn Sie Ihr Konto überziehen? Oder wenn ein Unternehmer seinen Kreditrahmen ausschöpft weil er z.B. säumige Kunden hat?

Zum besseren Verständnis von Notenbanken:
Notenbanken oder auch Zentralbanken genannt, haben in erster Linie das Ziel die Währung stabil zu halten. Dieses Ziel erreichen sie unter anderem mit der Geldmengenpolititk (also mit der Menge des Geldes, die im Umlauf ist). Die Änderung der Leitzinses ist wahrscheinlich das wichtigste Instrument der Geldpolitik, da sie die Geldmenge direkt beeinflusst.

Doch was ist der Leitzins eigentlich?
Laut Wikipedia wird der Leitzins wie folgt definiert:

Leitzins ist der von einer Zentralbank im Rahmen ihrer Geldpolitik einseitig festgelegte Zinssatz, zu dem sie mit den ihr angeschlossenen Kreditinstituten Geschäfte abschließt.

Der Leitzins ist der Zinssatz mit dem sich Banken bei den Zentralbanken refinanzieren können oder auch Geld anlegen können. Platt ausgedrückt: Das ist der Zinssatz den Geschäftsbanken bei der Zentralbank bezahlen müssen für das Wirtschaftsgut “Geld”. Kurz: also es ist der Preis des Geldes den eine Geschäftsbank (z.B. Ihre Hausbank) an die Zentralbank bezahlen muss.
Also: wenn eine Geschäftsbank an die Zentralbank oder Notenbank nur 1 Prozent Zinsen für Geld bezahlen muss, aber für einen Kredit von Verbrauchern oder Geschäftskunden aber 10% verlangt, dann beträgt die Marge (also die Gewinnspanne) 9 Prozentpunkte (anders ausgedrückt: 1000%). Nicht schlecht? Oder? (Haben Sie schon mal nachgesehen, wie hoch der Zinssatz für Ihren Dispositionskredit ist? Dieser beträgt in der Regel um die 14 Prozent. Also hätten wir da eine Gewinnspanne in Höhe von 1400 Prozent, wenn der Leitzins 1% betragen würde). Nochmal anders formuliert: angenommen, Sie überziehen Ihr Konto um 1 Euro. Für diesen einen Euro bezahlen Sie 14 Cent Kredit-Zinsen an Ihre Hausbank (bei einem Zinssatz in Höhe von 14%). Falls die Hausbank dieses Geld nicht zur Verfügung hätte und sich dieses bei der Zentralbank leihen müsste, müsste diese 1 Cent Zinsen zahlen.

Die Höhe des Leitzinses ändert sich. Die aktuellen Werte können Sie z.B. hier nachlesen. Sind Sie gut im Rechnen? Na, was meinen Sie welche Branche wohl die höchsten Gewinnmargen / -spannen hat?

Aber nun zurück zur Bedeutung der Senkung eines Leitzinses
Die Reduzierung des Leitzinses führt dazu, dass Geld “billig” wird, da ja die Zinsen fallen. Keiner bekommt mehr akzeptabel hohe Zinsen für den Fall, dass er auf einer Art “Sparkonto” Geld anlegen würde. Hinzu kommt, dass ggf. Kredite sehr preiswert werden. Auf der einen Seite gibt es keine Motivation Geld zu sparen auf der anderen Seite werden wir motiviert Kredite aufzunehmen. Das erhöht dann letzten Endes die Geldmenge.

Inflation
Von einer Inflation sprechen wir, wenn eine erhöhte Geldmenge einer gleichbleibenden, geringer werdenden oder weniger schnell wachsenden Gütermenge gegenüber steht. Das Geld läuft Gefahr seinen Wert zu verlieren.