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Wie sicher sind grüne Anleihen?

Grüne Anleihen sind zukunftsweisend und verhelfen dem Anleger beim Vermögensaufbau zu einem guten, ökologischen Gewissen.
Geld

In früheren Jahrzehnten zählte für Anleger primär eine möglichst attraktive Rendite oder ein sicherer Erhalt des eigenen Anlagevermögens. Eine neue Generation von Anlegern achtet verstärkt auf die Nachhaltigkeit der Geldanlage, ohne dass die Lukrativität auf der Strecke bleibt. Doch wie lohnenswert sind grüne Anleihen wirklich und wie weit überzeugen Green Bonds im Bereich Anlagesicherheit?

Was ist überhaupt als grüne Anleihen klassifiziert?

Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist präsenter denn je. Von der EU-Politik mit ihrer Zielsetzung der Klimaneutralität im Jahr 2050 bis zur “Fridays for Future”-Bewegung ist jede Generation und Gesellschaftsschicht mit dem Thema befasst. Der Finanzsektor bildet keine Ausnahme und hält Green Bonds für Anleger bereit, die explizit in grüne und nachhaltige Unternehmen und Konzepte investieren möchten.

Bei Bonds oder Anleihen handelt es sich um Kredite, die Investoren an Firmen, Projekte oder Staaten vergeben. Als einzelner Anleger ist deshalb genau zu prüfen, wofür das bereitgestellte Geld eingesetzt wird. Ob Aufforstung, Befreiung der Meere von Mikroplastik oder klimaneutrales Wohnen, es gibt zahllose Facetten grüner Investitionen.

Je nach Bond ist es möglich, ein oder mehrere Projekte zu fördern oder einer Organisation bzw. einem Unternehmen den Kredit zu gewähren. In diesem Fall muss ein besonderes Vertrauen in den Kreditnehmer vorherrschen, dass dieser mit seiner Philosophie das Geld unabhängig von speziellen Projekten im eigenen Sinne einsetzt.

Sind grüne Anleihen wirklich nachhaltig?

Aktuell gibt es keine festen und verbindlichen Richtlinien der Politik oder Finanzinstitutionen, welche Anleihen die Bezeichnung Green Bonds tragen dürfen. Entsprechend groß ist das Spektrum, wie nachhaltig und ökologisch Projekte als grüne Anleihen tatsächlich sind. Hier ist der Anleger oder Investor gefordert, sich mit den jeweiligen Projekten und Institutionen zu befassen und das einzelne Vorhaben als ökologisch im eigenen Sinne einzustufen.

Es empfiehlt sich, bei der Auswahl der Projekte auf Standards zu achten, die freiwillig von Unternehmen und Institutionen eingehalten werden. Richtlinien wie der “Climate Bond Standard” werden von Firmen aus der ganzen Welt akzeptiert und dürfen als Mindeststandard für grüne Anleihen verstanden werden. Ein Teil dieser Standards ist eine offene und regelmäßige Kommunikationspolitik. Hierdurch behalten Sie als Anleger den Überblick, welche Projektfortschritte es gibt.

Sicherheit und Rendite im Profil

Grüne Anleihen verfügen bei der Anlagesicherheit über ein ähnlich großes Spannungsfeld wie herkömmliche Anlagen. Tendenziell sind seriöse, grüne Anleihen zukunftsgewandt und nehmen eine Vorreiterrolle ein. Hier könnten Anleger annehmen, dass sich Konzepte und Projekte langfristig durchsetzen und somit eine stetige Rendite erzielen. Bei technischen Projekten ist zu bedenken, dass nachfolgende Innovationen die Lukrativität der Anlage schmälern könnten.

Selbst bei freiwilliger Einhaltung der genannten Standards gibt es im Segment grüner Anleihen sichere und spekulative Konzepte. Blind sollte deshalb kein Investor in grüne Anleihen investieren und den ökologischen Charakter des Projekts mit der Sicherheit der Anlage verwechseln. Auch dies ist ein Maßstab seriöser, grüner Anlageprojekte: Zur offenen Kommunikation gehört eine klare Information, wie sicher oder riskant das die Geldanlage eingeschätzt wird.

Fazit

Grüne Anleihen sind zukunftsweisend und verhelfen dem Anleger beim Vermögensaufbau zu einem guten, ökologischen Gewissen. Was Sicherheit und Rendite anbelangt, ist die Prüfung einzelner Anlageprojekte wie bei klassischen Bonds dringend anzuraten.

Karin Schloß

Karin Schloß

Karin Schloß, geboren 1966. Diplom-Betriebswirtin (BA). CEO von Schloss OÜ. Langjährige Erfahrung im Bereich Marketing + PR. Ihr Marketingstudium absolvierte sie bei dm-drogerie markt. Unter anderem war sie im Jahr 2003 im Gründungsteam der bis heute erfolgreichen Messe SightCity Frankfurt für Marketing & PR verantwortlich und hat diese Messe bis 2007 begleitet. Ihre Marketingkonzepte wurden mehrfach ausgezeichnet. Karin Schloß hat nicht nur lange Jahre Erfahrung im Bereich Marketing und PR. Darüber hinaus hat sie in etwa über 20 Jahre Erfahrung im sozialen Bereich: 10 Jahre in der Arbeit bei privaten Bildungsträgern als Ausbilder, Trainer und Coach; 5 Jahre im Öffentlichen Dienst (SGB III und SGB II) und weitere 8 Jahre als Marketing- und Pressereferentin bei einem Hersteller für Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen.

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