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Inhaltsverzeichnis

Es ist so weit: Schulen werden geschlossen

Gesellschaft

Schulen werden geschlossen

Es ist so weit: ab kommenden Montag den 16.03.2020 werden deutschlandweit Schulen und Kindergärten geschlossen.

Stand 13.03.2020 um 11:45 Uhr, gibt es in folgenden Bundesländern Schulschließungen:

  • Bayern (ab 16. März)
  • Bremen (16. März)
  • Berlin ab 17. März flächendeckend, teilweise schon ab 16. März)
  • Niedersachsen (ab 16. März)
  • Saarland (ab 16. März)
  • Mecklenburg-Vorpommern: Schulen in Rostock und im Landkreis
  • Ludwigslust-Parchim (ab 16. März)
  • Rheinland-Pfalz (ab 16. März)
  • Schleswig-Holstein (ab 16. März)
  • Nordrhein-Westfalen (spätestens ab 18. März)
  • Baden-Württemberg (ab 17. März)
  • Hessen (genauer Zeitpunkt wird noch verkündet)
  • Thüringen (ab 17. März)
  • Hamburg (ab 16. März)
  • Sachsen (mit Zwischenschritt: ab 16. März findet kein Unterricht mehr statt – die Schulen bleiben aber zur Betreuung geöffnet)
  • Sachsen-Anhalt (ab 16. März)
  • Brandenburg (18. März)

Das ist aus vielerlei Sicht dramatisch:

  • Wer kümmert sich jetzt um die Kinder,
  • was machen die berufstätigen Eltern?
  • Und last but not least: Warum können die Schüler nicht in virtuellen Klassenräumen beschult werden?

Die Digitalisierung ist noch lange nicht soweit!

Letzteres ist eigentlich unfassbar im Zeitalter der Digitalisierung. Zeigt es aber doch, dass in den vergangenen Jahren nur geredet und nicht gehandelt wurde. Also: in den meisten Schulen ist es nicht möglich, dass die Schüler virtuell weiter beschult werden und wenn, dann nur auf umständlichen Wegen wie z.B. Hausaufgaben per Email.

Also: hätte man sich ernsthaft mit der Digitalisierung in Schulen befasst, dann hätten wir jetzt nicht diesen Ausfall und die Schüler könnten problemlos weiter beschult werden. Stattdessen hält man an alt bewährten Konzepten fest (das war schon immer so, also bleibt das auch so) und lässt sich von einem Virus regelrecht ins Aus schießen. Alles zeigt daraufhin, dass wir noch nicht einmal in der Lage waren, die Jugend auf die Digitalisierung vorzubereiten.

In Bayern wurde versucht über die Plattform Mebis virtuellen Unterricht anzubieten. Doch wenige Stunden nach Verkündung der Maßnahme, ist die Plattform zusammengebrochen. Es besteht demnach absolut keine Erfahrung damit, wie sich das System verhält, wenn viele darauf zugreifen. Als Grund für den Zusammenbruch wurde angegeben, dass viele Schüler, die lange nicht auf das System zugegriffen haben, ihre Passwörter zurückgesetzt haben.

 

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