Tuesday 18th January 2022

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Inhaltsverzeichnis

Psychische Erkrankungen und der Corona Virus

Gesellschaft

In Deutschland leiden etwa 18 Millionen (Zahl Stand Juli 2019) Menschen an einer psychischen Erkrankung.

Die häufigsten Krankheitsbilder sind dabei Angststörungen, Depressionen und andere Störungen durch z.B. Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch. (Quelle: dgppn)

In den vorangehenden Beiträgen habe ich über “German Angst” berichtet und über die Panikmechanik nach Walter Krämer.

Nach heutigem Stand (4. März 2020) gibt es in dieser Saison in Deutschland etwa 190 gemeldete Fälle einer Corona-Virus-Infektion. Demgegenüber stehen etwa 98000 Mitbürger in Deutschland, die an der klassischen Influenza-Grippe infiziert sind. Davon sind 161 Menschen bisher gestorben.

Gabor Steingart nennt in seinem heutigen Morning Newsletter weitere Vergleichszahlen, die belegen, dass es derzeit wesentlich wahrscheinlicher ist an irgendetwas zu sterben als am Corona Virus.

Was soll der Medienaufruhr zum Corona Virus? Hier sehen wir die klassische Panikmechanik in Aktion.

Hat sich irgendein Verantwortlicher der die Medien mit Ereignissen über den Corona Virus derart bedient eigentlich Gedanken über die Menschen gemacht, die eine psychische Erkrankung, insbesondere eine Angststörung, haben? Ist denen überhaupt bewusst, dass psychische Erkrankungen der zweithäufigste Grund für Krankheitstage im Beruf und auch der häufigste Grund für Frühverrentungen sind? Wir reden von nahezu 18 Millionen Menschen (fast ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland!), deren psychische Verfassung und Gesundheit durch diese Art der Berichterstattung negativ beeinträchtigt wird.

Wie kommen wir dazu, mathematisch betrachtet mit einer Todes-Wahrscheinlichkeit (Corona) von nahezu Null Prozent einen solchen medialen Wirbel zu produzieren? Wenn wir letzten Endes kaum Tote durch den Corona-Virus haben werden, so besteht doch eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass mehr Menschen Suizid begehen werden aufgrund allgemeiner Ausweglosigkeit und Traurigkeit der Situation. Anscheinend ist bei vielen noch nicht angekommen, dass Depression u.a. ernstzunehmende Krankheiten sind. Doch das einzige mal, dass das Thema Depressionen angemessen und ausführlich in den Medien diskutiert wurde, war nachdem am 24. März 2015 ein Copilot einen kompletten Airbus mit Passagieren in den Alpen zum Absturz gebracht wurde. Alle starben. Meines Wissens ist bis heute ein technisches Problem auszuschließen. Der Copilot hatte zum Zeitpunkt des Absturzes eine Krankschreibung und eine Überweisung für eine stationäre psychischiatrische Behandlung. Dies hatte der Copilot geheimgehalten. Es war nicht richtig was da passierte. Aber was muss in diesem Menschen vorgegangen sein. Welche inneren Kämpfe? Unfassbar. Eine Depression ist eben kein Virus. Einen Virus kann man unter dem Mikroskop sehen. Was man sehen kann ist real. Eine Depression ist demnach für viele Menschen nicht real und manche Menschen bezeichnen Menschen mit psychischen Erkrankungen sogar als Simulanten.

Nach diesem Ereignis wurde für einige Wochen das Thema Depression und psychische Erkrankung in den Medien mehr schlecht als recht diskutiert und ebbte komplett wieder ab. Aber die psychischen Erkrankungen sind geblieben und jährlich steigt die Anzahl der erkrankten Menschen. Und die Menschen mit psychischen Erkrankungen leiden und schämen sich, weil man leider immer noch nicht öffentlich darüber reden kann. Ich bin mir sicher, dass sich einige davon wünschen würden, sie hätten sich einfach nur ein Knie gebrochen. Das ist eine Krankheit, die man sehen kann, die real da ist. Aber eine Depression ist nach wie vor für viele Menschen etwas Mysteriöses und etwas worüber man leider immer noch nicht reden mag.

Die Meldungen müssten lauten: hört keine Nachrichten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr von den Nachrichten erkrankt, ist extrem hoch!

Ok. Es ist schlimm, dass ein Virus, für den wir noch kein Medikament haben, Einzug in der Welt gehalten hat. Aber es ist nicht der erste Virus dieser Art und wird auch nicht der letzte sein. Es wird immer wieder solche Ereignisse geben. Es ist auch generell richtig, dass Schutzmaßnahmen getroffen werden und die Bevölkerung informiert und aufgeklärt wird. Aber das was gerade in den Medien passiert, hat damit nichts mehr zu tun. Bei den letzten Viren (Schweinegrippe & Co) wurde einfach zweckdienlich und sachlich informiert und aufgeklärt.

Noch ein kleiner Exkurs zum ersten Bevölkerungswissenschaftlicher Malthus: Thomas Robert Malthus, ein britischer Ökonom und Vertreter Klassischer Nationalölkonomie hat bereits seinem Essay im Jahr 1798 “An Essay on the Principle of Population” dargelegt, dass sich die Bevölkerung progressiv (4, 8, 16, 32, 64, …) und die Nahrung arithmeitsch (2, 4, 6, 8, …) vermehrt. Er zählte daher Kriege, Epidemien und Krankheiten (und alles andere, was aktiv zu einem Bevölkerungsrückgang führt) zu den positiven Hemmnissen. Dieser Essay war und ist heute immer noch stark umstritten. Lesen Sie im Internet über Thomas Robert Malthus.