Home Office: Es geht doch! Geht es wirklich?

Home Office

In der Zeit online lese ich gerade folgendes:

„Laut Bundesfinanzministerium ist es heute schon zulässig, das Arbeiten von zu Hause steuerlich geltend zu machen. Unionspolitiker haben dazu einen Vorschlag gemacht.“

Das ist ein Beitrag vom 21. September 2020. Traurig aber wahr. Warum ist es erst „heute schon zulässig“ und nicht schon viel länger? Frage ich mich.

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Aber immerhin machen sich Politiker Gedanken darüber. Das muss man schon lobenswert erwähnen. Hoffentlich kommt dann auch was Gescheites dabei heraus. Aber da sieht man mal wieder, wie umständlich wir hier in Deutschland sind.

In dem Artikel wird wie folgt fortgesetzt

„Das Ministerium „ist der Ansicht, dass der bestehende Rahmen es zulässt, das Homeoffice melden zu können“

Wie gnädig, kann ich da nur sagen. Der bestehende Rahmen lässt es zu. Immerhin!

Was darf ein Arbeitgeber kontrolllieren?

Diese Frage, was der Arbeitgeber kontrollieren darf, ist ja richtig spannend. Diese lese ich gerade in der Süddeutschen Zeitung vom 14. August 2020, mit dem Titel „Der Chef muss draußen bleiben„. Wäre ja noch schöner!

Unter anderem steht in diesem Artikel der Satz

„Die ganze Wahrheit wird ein Arbeitgeber nie erfahren.“

Ja was ist denn die ganze Wahrheit? Die ganze Wahrheit wird wohl sein, dass das Ergebnis der Arbeit mehr als zufriedenstellend ist! Was ist das für eine Frage? Aber dieser Satz zeigt deutlich, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer noch ein gehöriges Misstrauen des Arbeitgebers gegenüber steht. Ich bin der Meinung, dass letzten Endes das Resultat zählt. Mehr nicht.

Arbeiten 4.0.

Im Focus von heute, dem 22. September 2020 lese ich nun folgendes im Artikel „Krise krempelt Arbeitswelt um: Home Office wird für Millionen Beschäftigte zum Allte„.

In diesem Artikel liest man nun folgendes:

„Die Corona-Krise bedeutet für die Arbeitswelt einen massiven Umbruch. Der Erwerbsmensch ist dabei, im Home-Office die Weiten der virtuellen Welt zu besiedeln. Was in Zeiten der Pandemie als Ausnahme begann, wird bald schon zur neuen Normalität.“

Endlich

Endlich! Kann ich da nur sagen. Endlich ist das Home Office dabei anerkannt zu werden. Sowohl bei der Steuer, als auch bei den Arbeitgebern. Wird höchste Zeit!

Abwarten

Bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze wirklich entwickeln wird. Ich selbst war über 20 Jahre lang fest angestellt. In seltenen Fällen konnte ich im Home Office arbeiten. Ich selbst arbeite gerne und ich muss sagen, dass ich an diesen Tagen im Home Office wesentlich produktiver war, als an den Tagen im Betrieb selbst. Dort hatte ich viel zu viel Ablenkung von anderen Kollegen. Man hat mal hier und da ein Schwätzchen gehalten. Ich vermute mal, die Netto-Arbeitszeit im Betrieb vor Ort, war geringer als im Home Office.