Kommunikation: Die Transaktionsanalyse

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Transaktionsanalyse – das sollten Sie darüber wissen!

Die Transaktionsanalyse beschreibt in der Psychologie verschiedene Vorgänge und Konzepte, mittels derer Menschen Ihre Wirklichkeit unterschiedlich wahrnehmen und innerhalb gewisser Grenzen verändern können. Wir beschäftigen uns in diesem Fachbeitrag eingehend mit dem Thema „Transaktionsanalyse“, zeigen Zusammenhänge zu anderen Fachgebieten auf und geben Hinweise für die praktische Anwendung der TA.

Was versteht man unter Transaktionsanalyse?

Die TA repräsentiert in der Psychologie eine Sammlung verschiedener Theorien und Methoden, die sich unter anderem mit der menschlichen Persönlichkeitsstruktur auseinandersetzen. Die wurde im 20. Jahrhunderts von dem amerikanischen Psychiater und Psychoanalytiker Eric Berne entwickelt. Sie befasst sich damit, psychologisch relevante Konzepte zu generieren, mit denen Menschen die von ihnen erlebte Realität anschaulich analysieren sowie innerhalb gewisser Grenzen verändern können.

Schon zu Lebzeiten Eric Bernes wurden verschiedene Modelle der TA entwickelt, die jeweils unterschiedliche Fokussierungen umsetzten, was zwangsläufig maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Transaktionsanalyse hatte. Vor allem in der Ausbildung zum Coach sowie zum Persönlichkeits-Berater lernen die Kandidaten, ein Problem bzw. eine Aufgabe jeweils aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten und mehrere Lösungsansätze zu entwickeln bzw. zu verfolgen. Dies verschafft einen weitreichenden Überblick über menschliche Herangehensweisen auf dem Gebiet der Kommunikations-Psychologie.

Das Bestreben Eric Bernes, psychische Prozesse und Phänomene mit leicht verständlicher, einfacher Sprache sowie anschaulichen Beispielen zu beschreiben, hat geführt, dass andere Menschen die Terminologie der TA benutzten, ohne die dahinter liegenden Strategien zu kennen.

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Grundgedanken der Transaktionsanalyse

Wenn Menschen auf soziale Interaktionen oder einzelne Persönlichkeiten schauen, gelten hierfür diese Annahmen:

Jede Person ist ungeachtet ihres Geschlechts fähig:
– Zu denken
– Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen
– Das eigene Lebenskonzept schöpferisch und konstruktiv zu gestalten

Ziele der Transaktionsanalyse

Die TA nutzt moderne Kommunikations- und Informationstechniken, um es Menschen zu ermöglichen, ihre Realitätswahrnehmung weitgehend frei zu interpretieren und ihren eigenen Lebensweg zu gestalten. Dazu stellt die Transaktionsanalyse Persönlichkeitsmuster zur Verfügung, welche in der TA zum Beobachten, Beschreiben, Verstehen und Analyse der Persönlichkeitsentwicklung von Versuchspersonen dient. Ausserdem stellt die Transaktionsanalyse Persönlichkeit und Entwicklung von Individuen und sozialen Systemen in den Mittelpunkt der Forschung. Die TA umfasst damit Konzepte zur Persönlichkeitsanalyse, Beziehungsanalyse, Gruppendynamik und Gruppenanalyse sowie zur Steuerung von sozialen Systemen. Die Zielvorstellung ist eine integrierte und autonome Persönlichkeit, welche die Fähigkeit besitzt, sich in einem übergeordneten sozialen Gefüge selbstbewusst, respektvoll, rücksichtsvoll und wertschöpfend zu verhalten und im Einklang mit der Natur und dem Schöpfer zu leben.

Aufbau der Transaktionsanalyse

Die TA setzt sich aus drei Hauptteilen zusammen:
Strukturanalyse
Die Strukturanalyse versucht zu erklären, welche gedanklichen Prozesse in einer Versuchsperson ablaufen, welche Informationen auf seine Psyche wirken bzw. in welcher Form wann reagieren.
– Zwischenmenschliche Transaktion
Eine Transaktion gilt in der Kommunikationswissenschaft als kleinste interaktive Einheit zwischenmenschlicher Kommunikationsprozesses. Spricht eine Person eine andere an, entsteht ein interaktiver Dialogprozess, der im Wege der zwischenmenschlichen TA untersucht werden kann. Die Antwort der angesprochenen Person kann als neuerlicher Transaktionsanstoss angesehen werden.
Script-Analyse
Die sogenannte Script-Analyse beschäftigt sich mit der Frage, welches Lebenskonzept die betreffende Person für sich selbst entwickelt hat und welche Grundeinstellung zum Leben und den eigenen Werten vorhanden ist.

Die Transaktionsanalyse nach Eric Berne – ein Fazit

Bei Störungen innerhalb eines Kommunikationsprozesses kann es hilfreich sein, jeweils den gesamten Kommunikationsprozess zu betrachten, und nach dem Auschlussprinzip herauszufinden, wo die Störung liegt. Basis der Transaktionsanalyse sind jeweils vier Ich-Zustände, welche teilweise der Kindheit entstammen.

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