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Wieviel darf SEO kosten?

Muss es immer ein komplettes SEO-Team sein? Nein, das muss es nicht. Generell hängt es davon ab in welcher Branche Sie tätig sind und wie aktiv Ihre Mitbewerber bereits sind.
best practice

Die Frage wieviel SEO kostet, wird immer wieder gestellt.

Die Antwort darauf ist: Wieviel ist SEO Wert?

Aber klären wir doch zunächst die Frage, was SEO überhaupt ist und nocht einige andere Fragen. Dann ergibt sich die Beantwortung der ursprünglichen Frage von selbst.

Was ist SEO?

SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung). Letzten Endes geht es darum in den Suchmaschinen zu relevanten Suchbegriffen (Keywords) auf der ersten Suchergebnisliste angezeigt zu werden. Nach möglich ganz oben auf den ersten drei Plätzen der organischen Suche (also nicht in den Anzeigen).

Wieviel ist SEO Wert?

Ich würde behaupten, dass es sehr viel Wert ist, wenn es gelingt eine Webseite auf der ersten Sucherbnisseite zu listen. Denn potentielle Kunden, die nach etwas suchen, gehen in den seltensten Fällen auf die zweite Seite der Suchergebnislisten. Wenn Sie also auf der ersten Suchergebnisseite gelistet werden, dann ist die Wahrscheinlickeit sehr hoch, dass Sie Kunden gewinnen. Jeder Kunde bringt Geld. Wieviel Geld, hängt davon ab, wieviel ihr Produkt, ihre Dienstleistung o.a. kostet.

Welche Kriterien müssen beachtet werden, damit man in den Suchmaschinen rankt bzw. gut positioniert ist?

Es gibt mehrere hundert unterschiedliche Kriterien, die dafür verantwortlich sind, dass eine Internetseite gut rankt.

Eine kleine Auswahl der Kriterien nenne ich hier:

Ladezeit der Seite

  • Content
  • Voice-Search
  • Backlink-Profil auf Domain-Ebene
  • Anzahl der Backlinks
  • Holistischer Content
  • Diversifizierte Backlinks
  • Keyword und Title-Tag
  • Autorität von Unterseiten
  • Länge der Inhalte
  • Datenmenge des Codes
  • Länge der URL
  • Strukturierte Daten
  • Verweildauer

An dieser Stelle erläutere ich die unterschiedlichen Punkte nicht, da diese nicht Bestandteil des eigentlichen Themas sind. Lesen Sie dazu auch die Beiträge SEO Trends 2021 Teil I und Teil II und / oder googlen Sie zum Thema im Internet.

Hochwertiger Content war in der Vergangenheit und wird auch in der Zukunft einer der wichtigsten Kriterien überhaupt sein. Über hochwertigen Content können andere Kriterien, die Sie aus verschiedenen Gründen nicht erfüllen können / wollen, kompensiert werden.

SEO ist eine strategische Aufgabe

Wichtig ist, dass Sie sich stets vor Augen halten, dass SEO eine strategische Aufgabe ist. Der Erfolg stellt sich selten von heute auf morgen ein. Eine Verzögerung von ein paar Wochen oder Monaten ist üblich.

Dazu ein aktueller Fall

Anfang Mai 2019 wurde ich von einem Kunden beauftragt seine Positionierung in den Suchergebnissen zu verbessern. Wir haben angefangen zu bloggen. Jede Woche wurden 2 Beiträge an den gleichen Tagen veröffentlicht. Der Kunde hat vorher nicht gebloggt und in seiner Branche gab es bisher nur sehr wenige Mitbewerber, die gebloggt haben. Zudem haben die Mitbewerber eher selten Inhalte zur Verfügung gestellt. Vorher haben wir eine Analyse der Webseite erstellt und eine ausgiebige Keywordrecherche gemacht. Daraus haben wir schließlich einen Redaktionsplan erstellt und wöchentlich Inhalte veröffentlicht. Nach 3 Monaten rief mich der Kunde an und meinte, er könne sich vor Aufträgen kaum noch retten. Es handelte sich um einen Handwerksbetrieb. Anfang Juni 2020 stellte der Kunde das Bloggen ein. Es war vereinbart, dass ich die Entwicklung der Seite weiter beobachte.

Etwa 6 Monate lang, nachdem das Bloggen eingestellt wurde, passierte nichts. Sprich der Kunde wurde weiterhin gut positioniert. Dann kam Anfang Dezember 2020 ein Google-Update. Ab diesem Tag waren 25 Seiten weniger plaziert. Die durchschnittliche Position in den Suchmaschinen hat sich um 6 verschlechtert. Die Anzahl der Seite 1-Plazierungen hat sich um 40 verschlechtert.

Die Sichtbarkeit zu den beobachteten Keywords (damit ist nicht die Sichtbarkeit von Sistrix gemeint) hat sich von 45 auf 35 verschlechtert.

Was lernen wir daraus?

Eine Position, die man sich mit SEO hart und kostenintensiv erkämpft hat darf man nie als gegeben hinnehmen. Die Entwicklung muss weiter beobachtet werden. Und spätestens beim nächsten Google-Update, erhält man die “Belohnung” (“Bestrafung”) für die Vernachlässigung von SEO.

Wie sicher ist es, dass SEO erfolgreich wird/ist?

Inwieweit eine Internetseite gut in den Ergebnislisten der Suchmaschinen plaziert ist hängt von der Art der SEO ab und auch von der Konstanz der Algorithmen der Suchmaschinen. Es gibt Kriterien, die früher mal wichtig waren, es aber heute nicht mehr sind. Ein Beispiel dazu ist der Domainname. Es galt früher einmal, dass das Thema im Domainnamen enthalten sein sollte. Das ist heute nicht mehr relevant. Kurz: die Suchmaschinen ändern von Zeit zu Zeit ihre Kriterien – alte werden unwichtig, neue werden relevant. Was sich aber in den vergangenen Jahren nicht geändert hat und immer konstant geblieben ist: der Content. Content war in der Vergangenheit wichtig und wird in Zukunft noch wichtiger werden. Darüber sind sich alle einig.

Wir erfolgreich SEO-Aktivitäten letzten Endes sind oder sein werden, kann nur in Wahrscheinlichkeiten angegeben werden, die 100 Prozent NICHT annähernd tendieren werden!!!

Eine 100% Garantie gibt es nicht

Letzten Endes gibt es keine 100% Garantie – noch nicht einmal tendenziell.

Die Wahrscheinlichkeit, dass SEO-Aktivitäten erfolgreich sein werden liegt m.E. zwischen 50 und 80 Prozent.

Nun kommt die Gretchenfrage: wieviel darf SEO kosten?

Wieviel darf SEO kosten?

Hierfür möchte ich ein “Best-Practice”-Beispiel anführen. Die Webseite von Liebscher & Bracht. Und hören Sie sich bitte in diesem Zusammhang den SEO-Podcast zu Liebscher & Bracht an. Das Interview dauert etwa 67 Minuten und ist jede Minute Zuhören wert! Hier wird der SEO der Firma, Jan Brakebusch interviewt. Es dreht sich darum, wie es ihm gelungen ist, den Sichtbarkeitsindex zu erhöhen. In diesem Fall ist der Sichtbarkeitsindex von Sistrix gemeint.

Zunächst zum Sichtbarkeitsindex von Sistrix

Der Sichtbarkeitsindex von Sistrix auf auf dieser Seite erklärt.

Sistrix hat im Jahr 2008 den Sichtbarkeitsindex erfunden und ist seither der Goldstandard für die SEO-Erfolgsmessung. Alle anderen Sichtbarkeitsindizes bieten nicht das, was der von Sistrix bietet. Es geht letzten Endes darum, dass eine Webseite zu so vielen relevanten Keywords wie möglich hoch rankt. Dann ist eine Domain sichtbar.

Die Sichtbarkeitsentwicklung von Liebscher & Bracht

Hier zunächst die Grafik:

sichtbarkeit

Bildquelle: Sistrix

Auffallend ist an dieser Grafik, dass die Sichtbarkeit sich sehr lange im Bereich von “unter 1” bewegte. Ab August 2017 ist ein nahezu rasanter Anstieg zu beobachten auf final 10 im Jahr 2020. Der Anstieg begann zögerlich im Jahr 2017 bis die Entwicklung ab 2018 “rasant” war.

Wenn Sie sich das Interview, das oben verlinkt ist, angehört haben, dann haben Sie auch gehört, dass ein Team von 5 Redakteuren plus der SEO an dieser Entwicklung gearbeitet haben und noch weiter daran arbeiten.

Hiermit wäre die Frage, was SEO kosten darf, kann, soll beantwortet. Und bitte hören Sie sich das ganze Interview an! Mir ist nicht bekannt, was die Redakteure und der SEO verdienen. Ich weiß auch nicht, ob Teile davon in Teilzeit o.a. arbeiten. Es dürfte aber jedem klar sein, dass ein solches Team Geld kostet. Und diese Investition hat sich für die Firma auf jeden Fall bezahlt gemacht würde ich mal sagen!

SEO ist zeitintensiv und ein stetiger Prozess

SEO ist extrem zeitintensiv. Es beginnt mit der Analyse der eigentlichen Webseite. Geht über in die Mitbewerbebeobachtung und die Keywordrecherche. Schließlich werden eine SEO-Strategie und KPIs erarbeitet und man geht in die Umsetzung. Wie gesagt, kann man sich nie 100% sicher sein, dass die SEO-Aktivitäten erfolgreich sein werden. Daher ist eine stetige Kontrolle des Erfolgs erforderlich. Eventuell muss die Strategie angepasst werden.

Muss es immer ein komplettes SEO-Team sein?

Nein, das muss es nicht. Generell hängt es davon ab in welcher Branche Sie tätig sind und wie aktiv Ihre Mitbewerber bereits sind. Weiter oben habe ich Ihnen einen aktuellen Fall geschildert, der auch ohne Team, mit einer “One-Man-Show” im SEO-Bereich erfolgreich wurde.

Ich bin ein New-Starter – wieviel muss ich für SEO ausgeben?

Gute Frage, nächste Frage. Generell: wenn Sie nichts tun, werden Sie nicht ranken. Es sei denn, Sie bewegen sich in einer Nische, in der es keine oder nur sehr wenige Mitbewerber gibt. Wichtig ist, dass Sie etwas tun. Es gibt auch Fälle, in denen es für den Anfang einfach nur ausreicht, das Standard-Handwerkszeug eines SEO einzusetzen.

Das Standard oder Beginner oder LowLevel – Handwerkszeug eines SEO

Zum Standard-Handwerk eines SEO gehört auf jeden Fall: Anmeldung bei GoogleMyBusiness, bei Google Search-Console und die Übergabe der Sitemap an Google. Das ist zumindest schon etwas und zum gegenwärtigen Zeitpunkt wahrscheinlich mehr, als Ihre Mitbewerber tun. Aber die Zeiten sind aktuell so (Corona), dass sich viele digital orientieren. Viele versuchen sich mit diesem “Handwerk”. Weiterhin gehört zum “Standardhandwerk” dazu, dass Sie GoogleMyBusiness regelmäßig bedienen.

Fazit

Wenn Sie online erfolgreich sein möchten, ist SEO Pflicht. In welchem Umfang Sie das tun können oder möchten hängt von Ihnen ab. Aber etwas zu tun ist auf jeden Fall besser als nichts zu tun. Oder in anderen Worten:”Wer nicht wirbt, der stirbt”.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karin Schloß

Karin Schloß

Karin Schloß, geboren 1966. Diplom-Betriebswirtin (BA). CEO von Schloss OÜ. Langjährige Erfahrung im Bereich Marketing + PR. Ihr Marketingstudium absolvierte sie bei dm-drogerie markt. Unter anderem war sie im Jahr 2003 im Gründungsteam der bis heute erfolgreichen Messe SightCity Frankfurt für Marketing & PR verantwortlich und hat diese Messe bis 2007 begleitet. Ihre Marketingkonzepte wurden mehrfach ausgezeichnet. Karin Schloß hat nicht nur lange Jahre Erfahrung im Bereich Marketing und PR. Darüber hinaus hat sie in etwa über 20 Jahre Erfahrung im sozialen Bereich: 10 Jahre in der Arbeit bei privaten Bildungsträgern als Ausbilder, Trainer und Coach; 5 Jahre im Öffentlichen Dienst (SGB III und SGB II) und weitere 8 Jahre als Marketing- und Pressereferentin bei einem Hersteller für Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen.

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