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WordPress: Multisite oder Multistore?

Bei einer Multistore-Lösung gibt es beinahe zuviele rechtliche Bestimmungen die zu beachten sind. Und diese sind wiederum nicht "unter einen Hut zu bringen" nach deutschem Recht. Daher empfehlen wir bei der Einrichtung einer digitalen Shoppingmall zu einer Multisite-Lösung.
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Sie möchten eine WordPress-Installation in welcher mehrere Shops enthalten sind? Dafür gibt es beispielsweise das Plugin wcfm – eine sehr umfangreiche Multistore-Lösung.

Aber gerade in Deutschland muss man sich mit vielen rechtlichen Fragestellungen auseinandersetzen. Sie als Betreiber der Plattform, sind der / die erste, an den / die sich Kunden wenden, wenn etwas schiefgeht.

Die Multistore-Lösung

Beim Einsatz einer Multistore-Lösung stellen sich zunächst folgende Fragen:

  • Wie geht man mit unterschiedlichen Lieferkosten der Shops um?
  • Wie handelt man die Bezahlung?
  • Was wenn in einem Shop aufgrund “Kleinunternehmer” keine Steuer erhoben wird?
  • Muss ein Shop aus dem Ausland ebenfalls AGB, Widerrufsrecht usw haben?
  • und vieles mehr.

Die Lieferkosten

wcfm kann mit unterschiedlichen Lieferkosten umgehen. Sei es eine Pauschale oder seien es Lieferkosten nach Gewichtsklassen. Erfahrungen, die wir mit diesem Plugin gemacht haben sind die, dass die Lieferkosten nicht stabil hinterlegt bleiben. Gelegentlich müssen die jeweils neu aktiviert werden, was sehr zeitaufwendig werden kann. Einfacher wäre eine Versandkostenpauschale. Aber bei unterschiedlichen Shopbetreibern mit unterschiedlichen Bedürfnissen, ist das sehr schwer. Erst Recht, wenn die Shopbetreiber aus verschiedenen Ländern kommen.

Die Bezahlmethode

Die einzige Bezahlmethode bei welcher der Shopbetreiber direkt bei Kauf sein Geld übermittelt bekommt, ist Stripe. Bei allen anderen Bezahlmethoden muss der Plattformbetreiber am Monatsende rechnen und Auszahlungen veranlassen. Sehr kompliziert wie wir meinen.

Steuern

Generell können Multistores mit unterschiedlichen Steuern klarkommen. Jedoch wird das nach deutschem Recht am Ende des Bezahlvorgangs zu einem riesen Problem, wenn ein Kunde Produkte aus verschiedenen Shops mit unterschiedlichen Steuersätzen im Warenkorb hat.

Andere Formalitäten

Beim Checkout stellt sich nach deutschem Recht die Frage, welchen AGBs / Widerrufsrecht usw. der Kunde nun zustimmt.

Fazit zum Multistore

Bei einer Multistore-Lösung gibt es beinahe zuviele rechtliche Regelungen die zu beachten sind. Und diese sind wiederum nicht “unter einen Hut zu bringen” nach deutschem Recht. Daher empfehlen wir bei der Einrichtung einer digitalen Shoppingmall zu einer Multisite-Lösung

Die Multisite-Lösung

Hier werden unter einer WordPress-Installation verschiedene Seiten betrieben. Für die Einrichtung einer digitalen Shopping-Mall bedeuted das, dass jeder Shop unter einer eigenen Adresse erreichbar ist und eine rechtlich abgeschlossene Einheit darstellt.

In einer “Hauptseite” werden alle notwendigen Plugins installiert. Diese können nun dem gesamten Netzwerk oder nur Teilen davon freigegeben werden. Der Vorteil ist, dass die Plugins nur einmal gekauft werden muss, aber in allen anderen Shops genutzt werden kann.

Wie eine Multisite eingerichtet werden kann, ist in vielen unterschiedlichen Quellen im Internet nachlesbar. Als Beispiel nennen wir hier die Beschreibung einer Multisite-Einrichtung von Kinsta.

Fazit

Insgesamt ist man als Portalbetreiber mit einer Multisite-Lösung auf der sichereren Seite.

 

Karin Schloß

Karin Schloß

Karin Schloß, geboren 1966. Diplom-Betriebswirtin (BA). CEO von Schloss OÜ. Langjährige Erfahrung im Bereich Marketing + PR. Ihr Marketingstudium absolvierte sie bei dm-drogerie markt. Unter anderem war sie im Jahr 2003 im Gründungsteam der bis heute erfolgreichen Messe SightCity Frankfurt für Marketing & PR verantwortlich und hat diese Messe bis 2007 begleitet. Ihre Marketingkonzepte wurden mehrfach ausgezeichnet. Karin Schloß hat nicht nur lange Jahre Erfahrung im Bereich Marketing und PR. Darüber hinaus hat sie in etwa über 20 Jahre Erfahrung im sozialen Bereich: 10 Jahre in der Arbeit bei privaten Bildungsträgern als Ausbilder, Trainer und Coach; 5 Jahre im Öffentlichen Dienst (SGB III und SGB II) und weitere 8 Jahre als Marketing- und Pressereferentin bei einem Hersteller für Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen.

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